Künstler*innen

Seraina Dür

Seraina Dürs Arbeiten entstehen an der Schnittstelle zwischen Theater, Performance und bildender Kunst und gehen der Frage nach wie Gemeinschaften, auch Nicht-Menschliche anhand von künstlerischen Prozessen gestärkt werden können. Dafür sucht sie nach Settings in denen Teilhabe durch unterschiedlichste Akteur*innen möglich wird. Ihre Arbeiten zeichnen sich dadurch aus, dass das Publikum den künstlerischen Prozess mitgestaltet und stetig verändert. Mehr … 

GASTSTUBE°

Das Kollektiv von Beatrice Fleischlin, Nicolas Galeazzi und Andreas Liebmann bestand von 2001-2007 und praktizierte experimentelle Performanceformate, die mit Unfertigkeit als Praxis und der ständigen formalen Variation von gefundenem Material künstlerische Forschungen betrieb. Nun starten sie mit einer neuen Zusammenarbeit, in welcher sie die fragilen Möglichkeiten der Existenz in den Ruinen des Kapitalismus erforschen und an Möglichkeiten kollektiven Ü̈berlebens arbeiten. Dabei entwickeln sie Tools und Techniken, die es ihnen erlauben, über Distanz zu arbeiten und ein achtsames und ressourcenschonendes Agieren zu kultivieren (Zeit, Beziehungen, Geld, fossile Ressourcen und Weiteres). Ihre Projekte sind auch immer Einladung zum gemeinsamen Entwickeln von Zukunft. Beatrice Fleischlin Mehr …, Nicolas Galeazzi Mehr …, Andreas Liebmann Mehr …

Ketty Ghnassia

Ketty Ghnassia ist Konzeptkünstlerin, Dramaturgin und Produzentin. Sie studierte Sozialwissenschaften an der Université des Sciences Économiques et Sociales in Toulouse und Cultural and Media Studies an der Zürcher Hochschule der Künste. Seit 2016 kreiert Ghnassia in wechselnden Kollaborationen Stücke, die Sprache in eine sinnliche Erfahrung zu übersetzen versuchen. In ihrer künstlerischen Arbeit sucht sie mit dem Medien Theater und Performance nach weniger destruktiven Formen des Zusammenlebens von Menschen und Nicht-Menschen und lässt dabei die Unumgänglichkeit des Sterbens nicht ausser Acht. Mehr …

 

Jonas Gillmann

Jonas Gillmann ist freischaffender Dramaturg im Bereich Performing Arts und realisiert eigene Projekte an der Schnittstelle Performance und Installation, die u.a. am Neumarkt Zürich, am Festival Belluard Bollwerk International, am ROXY Birsfelden, am Helmhaus Zürich und als Artist in Residence der Pro Helvetia am Centre for the Less Good Idea in Johannesburg gezeigt wurden. Zusammen mit Seraina Dür und fünf Tauben ist er Teil der ersten arten-übergreifenden Performancecompagnie der Schweiz. Mehr … 

Béatrice Goetz

Béatrice Goetz entwickelt seit 2002 als künstlerische Leiterin und Choreografin mit der MIR Compagnie Tanzproduktionen. Mehr …

Cosima Grand

Cosima Grand hat in den letzten Jahren eine physische Praxis entwickelt, die auf repetitiven, transformativen Bewegungen und der Arbeit mit Atem und Stimme basiert. Dabei interessiert sie vor allem, wie man sich über eine körperliche Erfahrung miteinander verbinden kann – Performer*innen sowie Publikum miteingeschlossen. In Restless Beings, ihrer aktuellen Arbeit, setzt sie diese Praxis mit einer Gruppe von 5 Tänzer*innen fort. Zusammen bilden sie einen schaukelnden, zitternden und bebenden Chor. Sie erzählen von Formen des Zusammenlebens unter Menschen und Nicht-Menschen. Mehr …

Eva Gruner

Eva Gruner arbeitet als Regisseurin, Dramaturgin, Theaterpädagogin und Präsenzcoach. Nach ihrem Studium an der Universität Hildesheim der «Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis» war sie Tanzdramaturgin und Regisseurin am Stadttheater Hildesheim. Seitdem beschäftigt sie sich mit szenischen Bewegungsformen im Schauspiel. Sie kreiert Theaterproduktionen mit Amateurspieler*innen im Raum Lörrach, u. a. am Theater Basel. Zudem ist sie als Dozentin in der Erwachsenenbildung tätig. «Für meine Arbeit brauche ich Themen und Aufgaben, die mich entzünden und neugierig machen. Ich brauche authentische und offene Begegnungen, vertrauensvolle Beziehungen und dazwischen auch mal Zeit für eine Tasse Kaffee, ein anregendes Gespräch und heilsame Albernheit.» Mehr …

Marco Gurtner

Als kleiner Junge wollte Marco Gurtner Clown werden, später dann Rockstar und jetzt ist er irgendwas dazwischen. In äusserst charmanter Manier und breitem Bärndütsch hechtet er von einer Bühnenecke in die andere. Dabei bedient er sich oft skurrilen Bildern des Alltags und beobachtet Gesellschaftstrends ganz genau, um sie dann in ihre Einzelteile zu zerlegen. Gurtner ist Teil des Spoken-Word-Ensembles «Thun ist Nirgends». In seinem Podcast «Übertribe mit Stiu» redet Gurtney Love, wie er in der Slam-Szene liebevoll genannt wird, alle zwei Wochen mit Video-Journalist Nico Franzoni über alles was sie gerade so beschäftigt. Marco Gurtner lebt und arbeitet in den Inter-City-Zügen zwischen Thun und Basel. Mehr … 

Patrick Gusset

Patrick Gusset interessiert sich für polyperspektivitätsfokussierte Kooperation und die Verbindung von künstlerischen Arbeitsweisen mit Me­thoden aus der Natur- und Kulturwissenschaft. Aus dieser Form von künstlerisch forschender, performativer Praxis erwächst ein Konglomerat aus Wissensversammlung, Wissensproduktion und Wissensvermittlung und birgt Potenziale für an­dere Arten des Erkenntnisgewinns. Mehr … 

Philippe Heule

Philippe Heule bewegt sich als Autor, Regisseur und Performer in diversen Kontexten, Konstellationen und zwischen den Disziplinen. Er beschäftigt sich nachhaltig mit der zerstörerischen Einrichtung des Menschen auf dem Planeten Erde, mit den Formen und Folgen von systemischer Gewalt und wo diese (gerade und auch in der Schweiz) zu finden sind. Er interessiert sich für eine Verbindung von Politik und Sinnlichkeit, für das Herausschälen von Widersprüchlichkeit und für messerscharfe Komik. Theater ist für ihn der Ort, wo kollektiv und kontinuierlich an der Erweiterung des Vorstellbaren gearbeitet wird. Mehr …

Anne Linke

Anne Linke ist bildende Künstlerin und lebt in Hamburg und Zürich. Sie studierte Fotografie an der Folkwang Universität der Künste in Essen und Zeitbezogene Medien an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. Ausgehend vom Gedanken einer Stadt als urbanem Ökosystem interessiert sie sich für Mensch-Tier-Beziehungen und für feministische Perspektiven auf Architektur und Raum. Ihr Kurzfilm PIGEONS AND ARCHITECTURE wurde auf dem European Media Art Festival 2020 mit einer lobenden Erwähnung vom Verband der Deutschen Filmkritik ausgezeichnet. Mehr …

Marcus Maeder

Marcus Maeders besonderes Interesse gilt der künstlerischen Erfahrbarmachung von normalerweise nicht wahrnehmbaren Phänomenen in der Natur, besonders von Prozessen, die in Zusammenhang mit Klimawandel und Umweltproblemen stehen. Dabei können wissenschaftliche Methoden wie etwa die Sonifikation – die Verklanglichung von Messdaten – zu künstlerischen Strategien in der Untersuchung und Herstellung von neuen künstlerischen und immersiveren Umwelterfahrungen werden. Umgekehrt experimentiert Maeder mit dem Einsatz von künstlerischen Herangehensweisen in der naturwissenschaftlichen Forschung – insbesondere da, wo es um die gesellschaftliche Reflektion und holistische Perspektiven auf Umweltprobleme geht. Das kann Zweckentfremdung von Technologie oder ästhetische oder philosophische Annäherungen an einen naturwissenschaftlichen Forschungsgegenstand beinhalten. Mehr …

Dominik Muheim

Dominik Muheim erlebt Geschichten, schreibt sie nieder und erzählt sie, wenn man ihn auf eine Bühne stellt. Als Slam Poet war er im ganzen deutschsprachigen Raum unterwegs. Seit Januar 2019 tourt er mit Bühnenpartner Channa und seinem zweiten Programm durch die Schweiz. Er leitet Slam-Workshops, schreibt passende Texte für jeden Anlass, moderiert ihren nächsten Event und ist Mitglied des Morgengeschichten-Team auf Radio SRF 1. Mehr …

Jakob Pilgram

Neben seiner solistischen Tätigkeit ist der aus Basel stammende Tenor und Dirigent Jakob Pilgram seit 2005 musikalischer Leiter des von ihm gegründeten professionellen Vokalensembles larynx. Nebst dem Anspruch, mit seinem Ensemble eine grösstmögliche musikalische Qualität zu erreichen, sucht er in seiner künstlerisch-konzeptionellen Arbeit immer wieder nach Schnittstellen zwischen Musik und philosophischen sowie gesellschaftsrelevanten Themen. Dabei sieht er seine Rolle als Künstler, der im Dialog mit seinem Publikum steht, auch als Vermittler oder Kritiker aktueller Entwicklungen wie z.B. der Klimaerwärmung. Mehr … 

Olivia Ronzani

Olivia Ronzanis Arbeit befindet sich an der Schnittstelle zwischen Tanz, Physical Theatre, Objekttheater und Performance. In künstlerischen Prozessen und poetisch absurden Welten erstellt sie Dialoge zwischen verschiedenen Sparten, Generationen oder sozialen Hintergründen. Sie nutzt Intimität, Spiel, Verletzlichkeit und Humor, um Momente der erhöhten Wahrnehmung zu generieren. Ziel dabei ist einen Raum des gemeinsamen Erlebens, des Beobachtens, Hinterfragens und fruchtbaren Austausches zu kreieren – sei es in einem klassischen Bühnensetting, im öffentlichen Raum, in Küchen oder Hinterhöfen. Mehr …

Nicole Schuck

Im Zentrum von Nicole Schucks künstlerischer Auseinandersetzung stehen Wildtiere, natürliche und urbane Lebensräume, Fragen des Naturschutzes, Klimawandels und der Werteökonomie. Ihre Arbeitsweise basiert auf dem Wechselspiel von Kunst und Wissenschaft. Die Faszination und Dringlichkeit dieser Themen resultiert aus Nicole Schucks Beschäftigung mit der Darstellbarkeit gesellschaftlicher Veränderungen und sich stark wandelnder Lebensbedingungen und -räume für Wildtiere und damit auch für den Menschen. Seit 2017 befasst sie sich kritisch mit Ökosystemleistungen und den Werten von Meeres- und Alpenfauna. Die Arbeiten bilden nicht nur ihre künstlerische Position ab, sondern verstehen sich auch als Beitrag zur dringend notwendigen gesellschaftlichen Debatte zu unserem Verhältnis zur «Natur». Mehr … 

larynx Vokalensemble

Aussergewöhnlichkeit, Exzellenz, Frische und Tiefgang zeichnen unsere Stimmen und Programme aus. Das 2005 gegründete Basler larynx Vokalensemble besteht aus jungen, professionell ausgebildeten Sängerinnen und Sängern und hat sich im Schwerpunkt auf die kammermusikalische Interpretation von wenig bekannten, jedoch musikgeschichtlich bedeutenden und anspruchsvollen Vokalwerken spezialisiert. Diese Verbindung aus musikalischen Trouvaillen und Preziosen einerseits, sowie einem unverwechselbar homogenen Ensembleklang und virtuosen Einzelstimmen andererseits berührt und überzeugt Publikum und Fachwelt. Für seinen „innovativen Ansatz und seine professionelle Qualität respektive Exzellenz“ wurde das larynx Vokalensemble 2012 mit dem Kulturförderpreis des Kantons Basel-Landschaft ausgezeichnet. Mehr …